21.2.2017

Präventionsgesetz bietet neue Möglichkeiten

Bereits im Sommer 2015 wurde das Präventionsgesetz als Teil der Sozialgesetzgebung verabschiedet. In Bundesrahmenempfehlungen wurden bevorzugte Themen und Arbeitsfelder definiert. So soll die Vorbeugung inner- und außerhalb von Betrieben sowie in Pflegeeinrichtungen gestärkt werden. Inhaltlich geht es zum Beispiel um Konsumverhalten, weit verbreitete Krankheiten, aber auch die Erhöhung der Gesundheitskompetenz. Um trotzdem regionale Besonderheiten zu berücksichtigen, wurden diese auf Landesrahmenvereinbarungen heruntergebrochen. In NRW sind solche Mitte des vergangenen Jahres von Krankenkassen, der Deutschen Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung, Ministerien und weiteren Partner unterzeichnet worden. Darin werden konkrete Handlungsfelder, die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren und der Aufbau transparenter Strukturen geregelt.

Was bedeutet dies nun für Betriebe? Ein entscheidender Punkt ist, dass die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen mehr als 7 Euro/Versichertem für gesundheitliche Prävention ausgeben müssen und dabei ein knappes Drittel auch für die betriebliche Gesundheitsförderung. In diesem Jahr vorgesehen ist der Aufbau einer zentralen Koordinierungsstelle, bei der geförderte Maßnahmen nachgefragt werden können. Aber auch jetzt können Sie bereits von der gestärkten finanziellen Unterstützung profitieren, indem sie z. B. die Krankenkassen, bei denen viele Ihrer Beschäftigten versichert sind, auf das Thema ansprechen. Die meisten Kassen haben heute bereits ausgefeilte Angebote zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Darüber hinaus bieten auch die Renten- und Unfallversicherungen Präventionsmaßnahmen an.

Dr. Cornelia Groschopp
Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg