11.8.2015

Die 3 Säulen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Will man in seinem Betrieb ein systematisch ein betriebliches Gesundheitsmanagement aufbauen, so kann es hilfreich, in „Säulen zu denken“, d.h. sich einzelne Bereiche – die Mitarbeiter selbst, die Arbeitsbedingungen, das Miteinander – anzuschauen und gfs. zu verbessern.

Jedes engagierte Unternehmen hat bereits mit dem Thema Gesundheit zu tun. In der Regel bestehen Erfahrungen mit dem gesetzlichen Arbeitsschutz, dem betrieblichen Eingliederungsmanagement, Schutzimpfungen und arbeitsmedizinischen Untersuchungen. Will ein Unternehmer jedoch nicht nur auf Vorschriften reagieren, sondern mehr für seine Mitarbeiter und die Effektivität seines Betriebes tun, ist der gezielte Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) sinnvoll.

Aber wo anfangen? An dieser Stelle kann es sinnvoll sein, in „Säulen zu denken“. Ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement berücksichtigt die Personen im Betrieb, die Arbeitsbedingungen sowie das Miteinander.

In der ersten Säule geht es um die Beschäftigten. Hier schaut man auf den Umgang der Menschen mit sich selbst, macht vielleicht Kursangebote zu Rückengesundheit oder Stressmanagement (Verhaltensprävention).

Bei der zweiten Säule schaut auf die Bedingungen, unter denen die Arbeit verrichtet wird. Hier sind die Schlagworte Arbeitsergonomie und Arbeitsorganisation (Verhältnisprävention).

Als dritte Säule kommt die Systemprävention ins Spiel, sprich der Umgang miteinander. Hier geht es um die Kommunikation im Betrieb und wie gestalte ich einen respektvollen Umgang miteinander.

Ziel betrieblicher Gesundheitsförderung ist im Idealfall, Arbeit zu einer Quelle von innerer Zufriedenheit und einem guten Selbstwertgefühl zu machen und so motivierte, kreative und gesunde Belegschaften zu fördern, von deren Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit Unternehmen auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten profitieren. Intelligente betriebliche Gesundheitsförderung kann dafür Sorge tragen, dass Ihre Mitarbeiter lange körperlich fit bleiben und widerstandsfähiger gegen Stress werden.

Klaus Poschen

AOK Rheinland/Hamburg
Regionaldirektion Mönchengladbach/Kreise Heinsberg – Viersen